Wann zum Arzt?
Harmlos und leicht zu behandeln sind Beschwerden, die aufgrund blähender Nahrungsmittel oder einer hastigen Mahlzeit entstanden sind. Beim Verdacht auf schwerwiegende Ursachen für die Blähungen muss ein Arzt aufgesucht werden. Denn bei vielen Magen-Darm-Erkrankungen treten Blähungen als Symptom auf.
Treten die Blähungen nicht nur vorübergehend, sondern über einen längeren Zeitraum auf oder gehen sie mit weiteren Symptomen einher, können sie eine Begleiterscheinung schwerer Erkrankungen sein. Treten zusätzlich zu den Blähungen folgende Symptome auf, muss ein Arzt aufgesucht werden:
- starke Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Verstopfung
- sehr harter, aufgeblähter Bauch
- kolikartige Schmerzen
- Müdigkeit, Schwäche
- Fieber über 39°C
- unerklärlicher Gewichtsverlust
Folgende Erkrankungen können sich hinter den Symptomen verbergen:
- Magenerkrankungen
- Darmerkrankungen (z.B. Darmverschluss, Reizdarmsyndrom, Gluten-Unverträglichkeit: Zöliakie, Sprue)
- Lebererkrankungen (z.B. Leberzirrhose, erhöhter Blutdruck in der Leber)
- Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (z.B. Pankreasinsuffizienz)
- Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten oder -Allergien (z.B. Laktoseintoleranz, Histamin-Intoleranz, Kuhmilch-Allergie)
Quellen:
- Rote Liste online (www.rote-liste.de)
- Bruhn/Frey/Wagner: Das Kind in der Apotheke. Deutscher Apotheker Verlag, Stuttgart (2006)
- Wernig, C. (Hrsg.): Medizin für Apotheker. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart
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